Landwirtschaft in der Stadt

 

 

Zum ersten Mal überhaupt wäre der Chäs-Tag gestern verregnet worden. Kurz vor Start überraschte ein Schauer die letzten Aufstellarbeiten. Doch dann blieb das Wetter trocken – angenehmes und ideales Käsewetter. Ähnlich viele Besucher wie im Vorjahr – rund 20‘000 tummelten sich in Solothurns Vorstadt.

Rolf Beeler war auf seiner Tour de Chäs bei den 23 Käseständen begeistert von der Vielfalt und lobte die geschmackvollen Spezialitäten. Er fachsimpelte mit den Käsern über das „Böckele“ vom Ziegenkäse und unterstrich, dass Schafmilch gut sei bei Cholesterin. Sie habe – ähnlich wie das kaltgepresste Olivenöl – viele ungesättigte Fettsäuren.

Beim Alpabzug waren die Kühe überraschend schnell auf der neuen Route den Stalden hinauf, über die Hauptgasse und wieder den Chronestutz hinab Richtung Dornacherplatz. Sie erfüllten gemeinsam mit den Treichlern, Alphörnern usw. die Gassen mit Schweizer Tradition.

Als Publikumsliebling räumte Timea – die Jersey-Lady von Sibylle Lüthi aus Lohn-Ammannsegg den Titel der Miss Chäs-Tag ab. Sie wurde beim Publikumswettbewerb von den Besuchern auserkoren.

Als schönste Kuh auf Platz erkor der Richter Hanspeter Fuss, Vizepräsident der Viehschauexperten, aus Teuffenthal b. Thun, Tanja, die Swiss Fleckvieh-Kuh von Daniel Bloch aus Mümliswil. Den Titel der Miss Schöneuter gewann die Brown Swiss Kuh von Josef Steiner aus Horriwil. Hier schauten die Richter die Tiere von der Seite und von hinten an. Im Gegensatz dazu schauen die Besucher bei ihrer Wahl dem Tier ins Gesicht.

Noch lange in den Abend hinein genossen die zahlreichen Besucher die Stimmung auf dem Dornacherplatz. Wolfgang Schönenberger animierte zum Mitsingen. OK-Präsident Robert Flückiger zeigte sich sehr erfreut über den grossen Anklang des 8. Solothurner Chäs-Tags bei den Besucherinnen und Besuchern. In einem kurzen Rückblick dankte er den Partnern – das Beste der Region, dem Kanton du der Stadt Solothurn und den Sponsoren (Hauptsponsor: Regiobank) für die grosse Unterstützung. Ebenso dankte er den über 100 Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz ein so grosses Volksfest überhaupt ermöglichen.